Der geile Meiler ist fertig!

Für alle die es nicht geschafft haben bei unserem Biomeiler Workshop dabei zu sein, gibt es hier einen kleinen Einblick in unsere drei Meiler-Tage die hinter uns liegen.

Nach wochenlanger Planung und Wälzung der Material-und Werkzeuglisten war unser Ziel Klar definiert: wir bauen einen 20 kW Biomeiler.
Ein paar elementare Fragen blieben am Ende doch noch übrig: wo kommt die Biomasse und der ganzen Kuhmist und die Molke zum befüllen her? Und wer leiht uns Traktoren und Hackschnitzelmaschinen um diese zu verarbeiten? Für all diese Fragen konnten wir uns zu 100% auf Heinrich unsern Lieblingsfreund vom benachbarten Kranichhof verlassen. Ohne seine Hilfe hätten wir es nicht so einfach gehabt tausende Liter Molke bei Kunst&Käse abzuholen, mit der örtlichen, freiwilligen Feuerwehr zwecks Schläuchen und Pumpen in Kontakt zu treten und 130 Kubikmeter Biomasse zu ernten und zu verarbeiten.

Am Freitag trudelten dann die Workshopteilnehmer*innen und Michael Stang von Native Power e.V. ein. Auf einmal war das ganze Haus voll mit motivierten Biomeiler*innen die es kaum abwarten konnten im Mist zu graben.

Der Freitagabend wurde von einem Theorieblock dominiert der uns die inhaltlichen Prinzipien eines Biomeilers und den damit verbundenen Heizsystemen und Arbeitskreisläufen näher brachte. Mit seinen Ausführungen zur CO2 Bilanz, Humusaufbau und Autonomie in Energie- uns Kompostproduktion, machte Michael uns ordentlich warme Gedanken.

Hier in Kürze eine Zusammenfassung zu den Vorteilen und Wundern des Biomeilers:

Ein Biomeiler ist eine Anlage zur Erzeugung von Wärme für Heizungszwecke. Quasi ein großer Komposthaufen. Hierzu wird meist zerkleinertes Holz (Hackschnitzel) zu einem Haufen aufgeschichtet und mehrere Wasserschläuche (PE-Rohre) hindurchgeführt. Durch mikrobiologische Abbauprozesse wird in einem Zeitraum von etwa 18 Monaten Wärme frei (Temperaturen von bis zu 70°C erreichbar!!), womit Warmwasser erzeugt werden kann. Dieses kann zum Beispiel zum heizen verwendet werden. Nach der Nutzungsdauer entsteht aus den Holzabfällen sehr nahrhafter und ökologisch, wertvoller Kompost. Das schöne am Biomeiler ist, dass es sich  um einen komplett geschlossenen, ökologischen Kreislauf handelt.

Wer noch mehr im technische Details nachlesen möchte, kann dies auf der Linaria e.V. Seite tun. Aurèle hat hier, nach dem letzten Biomeiler Bau bereits alle Infos aufbereitet.  <3

Meine persönlichen Top-drei Argumente für einen Biomeiler sind:

  • Verwendung lokaler Materialien (Schnittreste, Grünschnitt, Häckselgut)
  • Förderung des Humusaufbaus
  • Bindung von Kohlenstoff im Boden = eine CO2 negative Bilanz durch Bindung des Kohlenstoffs im Humus

Noch mal kurz zusammengefasst. Was sagt uns das jetzt genau? Keine Verbrennung zur Wärmeerzeugung notwendig!!! 

Am Samstag und Sontag verbrachten dann ca 20 Personen ihren Tag damit, draußen bei wunderschönstem Nieselregen Baustahlmatten aufzustellen, PE Rohre auszulegen, etliche Kilos Mist und Hackschnitzel zu verteilen und aus großen Feuerwehrschläuchen mit Molke und Wasser zu bewässern. Es war ein einziges Getümmel aus Gummistiefeln, Mistgabeln und lachenden Menschen, die mit vereinter Kraft einen 7 m breiten Meiler aufstellten- und aufschichteten. Filmisch wurde der Bau von Stefan Marx von Filming for Change begleitet. Wir dürfen uns also hoffentlich bald über videografische Unterhaltung freuen!

Zusätzlich wurden Sensoren überall im Biomeiler angebracht um nun zukünftig genau erforschen zu können welche Heizlast der Biomeiler wann hat und welche Elemente ihn wie beeinflussen. Hierzu kam Max Koch angereist, der schon das Earthship in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof verkabelte und bastelte 3 Tage an Schalttechnik, Kabeln und Sensoren. Das dazugehörige online Tool zum ablesen der Daten wird bald zur Nachverfolgung bereit stehen! Ihr könnt gespannt sein. So gut habt ihr noch keinen Biomeiler kennengelernt!

Unser Fazit ist: unser erster, offizieller Workshop war ein mega Erfolg für uns. Unser Feedback: tolles, Essen, super Vorbereitung, top Stimmung, danke Henry für die Fotos, danke Stefan für die Filmerei und gelernt haben wir alle auch ganz viel. Wir machen drei <3 <3 <3 und viele Häkchen hinter unser Projekt Biomeiler und schalten nun einen Gang runter um den Herbst zu begrüßen und Entstandenes zu reflektieren.

Apropos Reflexion : Hier gibt es noch einen Link zu dem Download Buch, Another Kind of Garden – The Methods of Jean Pain, von  Jean Pain (1928-1981), der den Biomeiler erstmals in Südfrankreich entwickelte. Und der Bauanleitung die Aurèle 2014, nach dem Biomeiler Bau in Schloss Tempelhof erstellt hat.

Bauanleitung Biomeiler by Aurèle Haupt is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International
Based on a work at http://www.linaria-ev.de/biomeiler

endless Herbstcamp anstatt endless Summer in Nieklitz

Liebe Interessierte,

wir freuen uns euch ein Update zu den letzten zwei arbeitsintensiven Wochen geben zu dürfen:

wer von Anfang an dabei war kann sich erinnern, dass wir mit strahlendem Sonnenschein und 20° in das Camp gestartet sind. Vor ein paar wenigen Tagen neigte sich das Camp dem Ende zu, so wie der Sommer nun auch und ließ uns bei 12° und Nieselregen zusammenrücken. Wer mit uns die letzten zwei Wochen in Nieklitz verbracht hat durfte Zeug*in des Herbst-Einzugs werden. Alle Bäume und Pflanzen färben sich in den schönsten rot-orange Tönen und läuten den sogenannten Indian Summer ein, der zu ausgedehnten Spaziergängen zwischen feuchtem Gras und vereinzelt blühenden Topinambur Pflanzen über das Gelände einlädt.

Aber nur rumhängen war gestern, wir haben uns bei täglich wechselnden Arbeiten, auf der Suche nach dem richtigen Flow für den Tag, auf der Baustelle verausgabt.

Dazu gehörten in der ersten Woche:

  • alte Schimmelstellen in Wänden und Decken rausreißen
  • den Boden an den Stellen aufstemmen an denen die Heizkörper geklaut wurden und etwaige Schäden beseitigen
  • Löcher in Wänden und Decke wieder schließen
  • wir haben angefangen eine Flaschenwand zu bauen
  • Als Grundlage für den Lehmputz, Schilfmatten an die Wände im großen Speisesaal tackern
  • eine erste Schicht Lehmputz auftragen. Dank Naty hatten wir hier Hilfe von einer riesigen Lehmputzmaschine die uns enorm viel Arbeit abgenommen hat
  • 100 Stunden im Büro organisieren und planen
  • Die Wandheizung vorbereiten
  • ganz viel wunderbares Essen verspeisen und viele intensive Check-In und Check-Out Runden erleben
  • eine schwimmende Insel mit Joy Lohmann und open-island bauen und bepflanzen

In der zweiten Woche ging die Vorbereitung für den Biomeiler los. Wir haben den Knick hinter unserem Seminaraus abgeerntet und den Boden dank Heinrichs Trecker geebnet. Dafür einen neuen Wall aufgehäuft, der uns zukünftig vor Straßenlärm der umliegenden Landstraße schützen kann

Nachdem wir bei uns fertig geerntet haben, sind wir weiter zum Knick auf dem Kranichhof, bei uns in der Nähe gezogen, um dort weiterzuernten. Hier verbringen wir seit letztem Donnerstag unsere Zeit damit Bäume zu ernten und klein zu hacken. Seit gestern häckseln wir diese ganz klein um sie in den Biomeiler zu füllen. Heinrich ist der beste Freund den wir haben können. Ohne seine Trecker, Hänger und Wärmepilze würden unsere Zukunftskrieger*innen die kalten und teils nassen Tage auf dem Feld nicht überstehen.

Am zweiten Samstag des Camps hatten wir unseren zweiten Besuchertag! Erfolgreich umsorgten wir Neugierige mit Kuchen, Crêpe und Kaffee, sowie einer kleinen Ausstellung unserer geplanten und schon vorhandenen Projekte. Es gab Führungen über das Gelände, Vorstellungs-und Fragerunden und eingehende Gespräche. Wir verbuchen den Tag als Erfolg und haben ein Herz hinter den Agendapunkt gesetzt. 🙂

Am Freitag fängt der Workshop zum Bau unseres Biomeilers an und wir freuen uns riesig auf Michael Stang, der diesen für uns anleiten wird. Wenn ihr mehr zum Biomeiler wissen wollt schaut euch diese Video an, indem Jost alles dazu erklärt.

Wenn euch unsere Idee gefällt und ihr uns unterstützen wollt autarke Lebensräume zu kreieren, freuen wir uns über jeden Spende für den Biomeiler.

Entweder direkt auf unser Raiffeisenkonto:

Kontoinhaber*in: PLANieklitz eG i.G.
IBAN: DE93 2006 9177 0003 72 36 90
BIC: GENODEF1GRS
Bank: Raiffeisen Bank
Betreff: Biomeiler

oder mit PayPal

Spende dich glücklich!

100% erneuerbare Energien! Sei dabei!

Mit dem Biomeiler heizen wir ohne Verbrennung und bauen gleichzeitig wertvollen Kompost auf. Ein Konzept, das unseren hohen ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüchen gerecht wird. Es ist günstig, wird mit lokalen, nachwachsenden Rohstoffen gespeist und ist CO2 negativ! Es ist Low-Tec, relativ einfach zu kopieren und emissionsarm. Die open-source Anleitung zum nachbauen gibt es über Linaria e.V.

Werde Teil des Projekts

Das Team von Wir bauen Zukunft und Linaria e.V. laden euch ein mit einer Material- und/oder Geldspende einen Beitrag für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft zu leisten.

Wir benötigen noch 5000€ Kapital um unseren Biomeiler zu finanzieren.

Wenn ihr kein Geld spenden wollt, könnt ihr auch gerne Material oder Werkzeug spenden.

Wir benötigen noch folgende Materialien:

  • 8 x Baustahlmatten (6 m x 2,35)
  • Draht (~ 10 kg)

  • Folie 10 x 10 Meter

  • 600 m PE-Rohr 32 mm / 1”

  • 8 Rohrknie 32 mm / 1” 90°

  • 30 m Drainagerohr

  • Rohrdämmung (unterirdisch) für 2 “/ 63mm Rohr

  • Umwälzpumpe

  • Kugelanzeiger / Durchflussanzeiger

  • Manometer

Wir benötigen noch folgendes Werkzeug:

  • Forken, Kraile & Mistgabeln, 10 Stück

  • Grober Rechen

  • Kettensägen (zum Ernten ca. 5 Stück 05.10 – 10.10)

Spenden entweder direkt auf unser Raiffeisenkonto

Kontoinhaber*in: PLANieklitz eG i.G.
IBAN: DE93 2006 9177 0003 72 36 90
BIC: GENODEF1GRS
Bank: Raiffeisen Bank
Betreff: Biomeiler

oder mit PayPal

Open Island meets Wir bauen Zukunft

Kollaborativer Inselbau an der Elbe

Am Wochenende traf unsere erste schwimmende Insel in Nieklitz ein. An nur drei Tagen, entstand im Rahmen des Klimakunst-Bildungsprogramms, mit Schüler*innen aus Süd-Afrika und Hamburg ein schwimmender Garten in Form eines grünen Fußabdrucks. Lest mehr dazu hier nach. Ihren Bestimmungsort fand die Insel schließlich bei uns in Nieklitz.

Bepflanzt, motorisiert, dekoriert und getauft schwimmt sie nun zur dauerhaften Nutzung, Pflege, cokreativen Erweiterung und zur Freude der Macher*innen auf dem See vorm großen Seminarhaus. Als Symbol für den positiven ökologischen Fußabdruck, der aus Behutsamkeit, Wissen und Kooperation erwächst. Danke Open-Island Hamburg!

w w w – wir werkeln weiter

Biomeiler Workshop 14 – 16. Oktober

In den letzten Wochen und in Vorbereitung auf den Winter haben wir die Köpfe zusammengesteckt und das für uns beste und nachhaltigste Heizungskonzept entwickelt. Ein Konzept, das unseren hohen ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüchen gerecht wird. Es ist günstig, es wird mit lokalen, nachwachsenden Rohstoffen gespeist und ist CO2 negativ! Es ist Low-Tec, relativ einfach zu kopieren und emissionsarm.

Der Biomeiler  ist wie ein großer Kompost bei dem Holzhackschnitzel über 18 Monate kompostieren. Bei Temperaturen von bis zu 70°C verwandelt sich das Holz zu Humus, der anschließend eine wertvolle Ressource für die Landwirtschaft darstellt. An kalten Wintertagen soll zusätzlich ein Holzvergaserofen zum Einsatz kommen, derzeit die effizienteste Möglichkeit mit Holz zu heizen.

Um das erarbeitete Wissen der Region als Exempel und als Anschauungsbeispiel für eine nachhaltige Energieversorgung zur Verfügung zu stellen, werden wir einen Drei-Tages-Workshop über Linaria e.V. und Native Power am Wochenende vom 14.-16.10.2016 anbieten, der für alle Interessierten offen ist. Der Workshop wird von dem zertifizierten Biomeiler Berater Michael Stang aus der Gemeinschaft Schloss Tempelhof angeleitet und erläutert.

Kurzinfo:
Ort: @Wir Bauen Zukunft, Nieklitz, Nordwestmecklenburg
Datum: 14 – 16.10.16
Kosten: 128€ Workshop (Von dem Unkostenbeitrag wird Michael Stang bezahlt) + 25€ für vegan/vegetarische Vollwertkost. Da wir noch im Aufbau sind, nehmen wir 5€ für Betriebskosten wenn ihr bei uns zelten oder übernachten wollt. Ansonsten gibt es ein paar nette Ferienwohnungen und Pensionen in der Umgebung.
Workshopinhalte: Biomeiler Bau (Theorie und Praxis)
Die Spaten sind gewetzt die Besen gekämmt. Ab dem 5. Oktober fangen wir an Biomasse für unseren Biomeiler zu ernten. Wer dabei sein will kann gerne schon früher kommen. Es gibt kollektives Knick-ernten.
Anmeldung hier!

Wir fragen uns: Hat unser Recycling-Hof alles was wir brauchen oder müssen wir am Ende doch ins Einkaufscenter des Grauens?
Welche Rolle spielt Biomasse in Bezug auf Kilowattstunden?
Wo ist eigentlich der Eingang zum Biomeiler und was ist mit dem vergrabenen Goldschatz?

Seid dabei wenn wir diese oder völlig andere Fragen beantworten!

Alle Teilnehmer erhalten ein Exemplar der Open Source Bauanleitung von Linaria e.V.. Zusätzlich wird der Bau videographisch von Filming For Change dokumentiert.

Unterstützt Eure Landeier bei Ihren Abenteuern!

Hier gehts zum ausführlichen Programm für die 3 Workshoptage:

Freitag, 18:00 – 21:00 Uhr

Theorie zum Biomeiler

  • Aufbau und Vorgehensweise zum nächsten Tag
  • Fragen und Antworten

Samstag, 08:00 bis ca. 17:00 Uhr

Aufbau des Biomeilers

  • Sondieren des Aufbauplatzes
  • Errichten der Umrandung
  • Auslegen der Folie
  • Befüllen mit Grünschnitt
  • Einbringen der Wärmetauscher
  • Bewässern

Sonntag, 08:00 bis ca. 13:00 Uhr

  • Fragen und Verbesserungen
  • Aufräumen
  • Anschluss an die Heizung sofern vorbereitet

Weitere Informationen zum Biomeiler:

http://www.linaria-ev.de/biomeiler

http://www.native-power.de/de/native-power/biomeiler

Anmeldung über Linaria e.V.

Anmeldung hier!

CALL FOR HerbstCAMP!

Liebe Macher*innen, Freunde und Interessierte

Wir organisieren vom Mo 26.09. bis So 09.10.2016 unser Herbstcamp, in dem wir unser Seminarhaus winterfest machen wollen. Frei nach: „Alles neu macht der September/Oktober“ wollen wir den Mief der letzten Jahre hinausfegen und Platz für neues machen. Wichtige Spielzeuge werden Vorschlaghammer, Bohrmaschine, Stemmhammer und Akkuschrauber sein. 

Unser Sommercamp im August war ein toller Erfolg. Wir haben viel aufgeräumt, ausgemistet und neue Strukturen geschaffen. Wir hatten eine großartige Zeit mit vielen tollen Menschen und helfenden Händen. Der nächste Schritt steht an: die beiden Seminargebäude winterfest machen! Aufregende Abenteuer wie: Dächer abdichten, eine Heizungsanlage im Wabenhaus modernisieren und fehlende Fenster einbauen warten auf euch. Außerdem wollen wir den Platz für den Biomeiler vorbereiten, den wir in einem gesonderten Workshop vom 16 – 18.10.2016 bauen werden.
Wer lieber in der Erde wühlt und etwas über Gartenbau und Permakultur lernen will, kann sich auf dem Gelände austoben.

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Wir suchen Menschen, die Lust haben mit uns folgende Arbeitsschritte zu gehen und Abends noch Zeit für Geschichten am Lagerfeuer, die ein oder andere Feierei und Gemeinschaft haben:

  • Hügelbeete an Wegesrändern anlegen
  • Heizungskreislauf:
    • Offene Anschlüsse schließen
    • Anschlüsse Wandheizung vorbereiten
    • Holzvergaser (Brenner) installieren
    • Pufferspeicher anschließen
    • alles für die Endabnahme vom Fachmann vorbereiten
  • Wandheizung installieren:
    • Heizschläuche anbringen
    • Schilfmatten Putzträger anbringen
    • erste Lehmputzschicht aufbringen
  • Dachflächen schließen:
    • ggf. Dach weiter abdichten
    • Zwischensparrendämmung installieren
    • Platten anbringen
    • Verputzen
  • Vorbereitung Biomeiler Bau:
    • Platz vorbereiten: Bäume fällen, Platz ebnen
    • Baustahlmatten aufrichten
    • Heizungsspirale vorbereiten
    • Kettensägen, Ernten, Hacken
  • Blumenhausdach ausbessern
  • Kochen
  • Kinderbetreuung
  • Deko und Schilder malen
  • Massagen und Gesundheit
  • Gute Laune verbreiten

Nach einem ersten Testlauf im Sommercamp haben wir den größten unserer 4..5..Teiche für beschwimmbar befunden. Also Kleidung aus und rein ins Vergnügen. Regelmäßige Mutproben bei sinkender Wassertemperatur werden eingeplant. 

Das letzte Mal haben wir unser Camp im open space Format stattfinden lassen. Das bedeutet, dass jede*r selbst entscheiden konnte wie sie sich am entsprechenden Tag einbringen wollten. Ob mit Besen, Hammer, Kercher oder Bastelzeug. Dieses Mal werden Jost und Stefan als Bauleiter, sowie andere aus unserer Gruppe Euch durch die Aufgaben führen, die anstehen und sich darum kümmern, dass die Getränkeeinnahme und Baustelle flüssig abläuft. Da es teilweise um spezifische, handwerkliche Tätigkeiten geht, freuen wir uns, wenn ihr Expertise mitbringt oder super Lust habt die oben genannten Dinge im Bauprozess zu erlernen => Kollektives Weiterentwickeln also!

WAS MÜSST IHR WISSEN?

Kosten

Wir kümmern uns um Unterkunft, Werkzeug, drei zünftige Mahlzeiten pro Tag und ein wärmendes Lagerfeuer nach erfolgreichem Arbeitstag. Generell gilt Hand gegen Koje und Daten- und Kalorientransfer nach Eurem Ermessen obendrauf. Wir haben eine Spendenempfehlung von 10€ pro Person und Tag berechnet. Damit decken wir die Ausgaben für 3 Biomahlzeiten- Vegetarisch/Vegan und Betriebskosten ab. Diese Kosten, sowie die Spendeneinnahmen stellen wir regelmäßig transparent gegenüber, sodass wir alle sehen können, wie die Spenden den tatsächlichen Verbrauch decken. Gerne könnt ihr auch mehr geben und das Projekt mit finanziellen Ressourcen unterstützen 🙂 

Zeitraum

Wir wünschen uns, dass ihr mindestens 5 Tage Zeit habt teilzunehmen. Dies vor dem Hintergrund, dass es Erfahrungsgemäß ein bisschen Zeit braucht hier anzukommen, und sich einzuleben. 

Infrastruktur

Wir haben das Wabenhaus (Seminarhaus) welches wir als Küche und Gemeinschaftsraum nutzen. Weil wir dort auch renovieren werden, müssen wir uns ein bisschen arrangieren. Da es  Ende September nachts kalt werden kann, wird es die Möglichkeit geben, drinnen zu zelten oder im Strohhotel zu übernachten. Ihr könnt gerne auch mit eurem Wohnmobil/Camper oder Hängematte anreisen. Je nachdem was ihr mitbringen könnt. Funktionierende Toiletten und eine warme Außendusche haben wir 🙂

Teilnehmeranzahl

Wir haben Kapazitäten für 20 Teilnehmer*innen. Nach Anmeldung bekommt ihr eine Teilnahme-Bestätigungsmail mit detaillierten Infos (Packliste, Anfahrt u.s.w.) die wir ebenfalls so schnell wie möglich verschicken um Euch und uns die kurzfristige Planung zu erleichtern. 

Anmeldung

Wenn ihr Fragen habt, schickt uns jederzeit eine Mail an:
jetzt@wirbauenzukunft.de


Wir freuen uns über zahlreiche Mitstreiter*innen!

Erstes Video zu unserem Projekt!

Ahoaho im digitalen Nieklitz. Eine unserer Sommercamp Besucherinnen  Silke Oho hat für uns ein Video gemacht. Ceylan erklärt im Vid, was im analogen Nieklitz so passieren wird. Es wird in Kürze zur Eröffnung von studentoftheworld.de erscheinen. Danke Silke!

Außerdem haben wir jetzt auch eine offizielle Facebook Seite! Auf der Seite teilen wir Euch dann immer mal mit, wenn aktuell was passiert, wir was suchen oder anbieten. Schaut vorbei!

Unsere erste Woche Sommercamp!

Sommercamp Prototyp August 2016

Unsere erste Woche Sommercamp ist nun vorüber! Letzte Woche Sonntag kamen hier die ersten Teilnehmer*innen an und momentan sind wir knapp 35 Erwachsene plus Kinder und Hunde. Wir haben die feinsten Menschen hier, die aus ganz Deutschland mit Begeisterung, Elan, Liebe und viel Anschub-energie für die Instandsetzung des Parks sorgen.

Was ist nun in der letzten Woche genau passiert?:

Wir haben angefangen ein Kompostklo zu bauen und haben unseren erste Lehmofen fertig gestellt! Und wir haben im großen Seminarhaus den Schimmel an Decken, Wänden und auf dem Teppich entfernt und den großen Saal zu einem Seminarraum umgestaltet.  Außerdem haben wir die Dächer vom großen und kleinen Seminarhaus inspiziert und die Abflüsse von Laub befreit und abgedichtet.

Wir haben unsere Außenküche fertig gestellt und optimieren sie jeden Tag weiter. Die Küchen-und Lebensmittelorganisation ist bei so vielen Menschen nicht zu unterschätzen!

Wir haben eine Schaukel gebaut und ganz viele Schilder für den Platz gebastelt und bemalt.

Wir räumen jeden Tag unsere Werkstatt HANS&NANCY auf und sortieren Werkzeug. Den Namen hat die Werkstatt, weil Hans und Nancy uns das ganze Werkzeug vermacht haben. Valentin ist seit Tag 1 in der Werkstatt und sortiert unser Riesengeschenk! Danke!

Ebenso sind wir seit Tag 1 im Bauhof 1 aktiv und richten unsere Recyclingstation ein. Hier sortieren unsere Müllhelden Alex und Benni gemeinsam mit anderen fleißigen Bienchen den Müll auseinander und stellen diesen für diverse upcycling Möglichkeiten zur Verfügung.

Dank vielen, wundervollen Menschen mit großem Pflanzenwissen haben wir ganz viel Büsche und Pflanzen beschnitten und im Dufthaus aufgeräumt.  Des Weiteren haben Tobi und Hanna mit Ralf zusammen unser erstes Salatbeet angelegt und eine Brennesseljauche angesetzt um den Kompost in Gang zu bringen. Henner und Ewa haben die Hochbeete vor der Außenküche aufgeräumt und neu bepflanzt. Hier wachsen jetzt viele Kräuter zwischen schönen Feldsteinen und verteilen ihren Duft.

Stefan und Lukas haben angefangen den Stromkreis wiederherzustellen. Im Blumenhaus brennen nun fast alle Lampen wieder strahlend hell! Neben dem Strom hat Stefan auch weiter unserer Wasseranlage weiter optimiert. In der letzten Woche ist die Pumpe nur einmal ausgefallen!

Wir haben eine Gruppenkultur entwickelt und leben diese in unseren Check-in’s –und Check-out’s sowie in vielen kleinen und großen Momenten und Situationen. Wir haben fast jeden Abend Lagerfeuer gemacht, uns vorgelesen und Geschichten erzählt.

Wir haben zwei Mal etliche Kilos Gemüse von der Demeter Gärtnerei Funke geschenkt bekommen. Vielen Dank an Stefan Funke! Und der Kranichhof hat uns mit Stroh und Käse versorgt, vielen Dank an Heinrich und seine Familie!

Das Wetter war bis jetzt fast durchgängig gut und die Sonne verwöhnt uns tagsüber viele Stunden lang mit Wärme und Licht.

In der regionalen Zeitung wurde auch über unser Sommercamp berichtet, das könnt ihr hier nachlesen. Wir freuen uns auf die zweite Woche mit vielen neuen und uns schon bekannten Menschen! Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen, ohne Euch wäre das hier nicht zu schaffen. Und danke Henner und Silke, die so fleißig beim Fotos machen unterstützt haben <3

Erste Veranstaltungen in der Region

Seit wir vor zwei Wochen das ehemalige Zukunftszentrum in Nieklitz gekauft haben waren wir als Projektgruppe schon auf zwei Veranstaltungen in der Region aktiv. Am 30. Juli besuchten rund 700 Gäste die Feierlichkleiten rund um das zehnjährige Dreh-Jubiläum des Kinofilms „Hände weg von Mississippi“ in Rögnitz. Wir als Gruppe waren auch vor Ort um unser Projekt vorzustellen, uns mit Leuten zu vernetzten und erste Beziehungen in der Region zu knüpfen.

Das funktionierte besonders gut über den Verkauf von Crêpe und das Ausschenken von selbstgemachter Limo. Des Weiteren hat Sara ein Konzert gegeben und das Publikum mit ihrem Fado begeistert. Das Fest war ein toller Auftakt in der Region und Rögnitz als Gründungsort unserer Genossenschaft die perfekte Location dafür. Da Lale und Ceylan vor 10 Jahren bereits bei den Dreharbeiten des Films dabei waren kam hinter und vor den Verkaufsständen schnell familiäre Stimmung auf. Bis spät nachts wurde gefeiert und der Limostand zur Bar umfunktioniert. Bei Lagerfeuer Akustik und wohliger Stimmung ging ein ereignisreicher und idyllischer Sommertag zu Ende.

Am 07. August gab es gleich die nächste Veranstaltung. Diesmal quasi direkt bei uns vor der Haustür. Jeden ersten Sonntag im Monat findet in Zarrentin der Biosphäre Schaalseemarkt statt. Hier kommen lokale und regionale Verkäufer*innen zusammen und bieten ein buntes Sammelsurium aus getöpferten Waren, Lebensmitteln und warmen Speisen, sowie Getränken an. Wir waren wieder mit unserer hausgemachten Limonade dabei und wieder mit dem Fokus mehr Kontakte zu knüpfen und mit Leuten über unser Projekt zu sprechen. Es gab einige sehr interessante und auch erneute Begegnungen, da viele Besucher*innen des Marktes aus Zarrentin und der näheren Umgebung stammten. Das ehemalige ZMTW war den meisten ein Begriff und so lernten wir sogar eine Modellbauerin kennen, die 10 Jahre lang Modelle für den Ausstellungspark gebaut hat. Wir machten fleißig Werbung für unseren Besuchertag am 13. August, von 13 bis 16 Uhr und fühlten uns an unserem Limo Stand, unter den ganzen anderen Verkäufer*innen, sehr wohl.

Die vielen, schönen Gespräche, mit Menschen aus der Region über unser Nieklitz Projekt und das ehemalige ZMTW waren sehr bereichernd und haben bei uns ein Gefühl von Fülle und auch Demut, der Vorarbeit gegenüber die schon in den Ort investiert wurde, hinterlassen. Wir sind nun sehr gespannt wie viele Neugierige zu unserem Tag der offenen Tür am kommenden Samstag vorbeischauen werden und freuen uns davon zu berichten!