Vom Drachen zum Bagger: wenn Träume Wirklichkeit werden!
Im Laufe eines großen und aufregenden Projekts entstehen immer wieder Geschichten, die Mut machen und noch lange in Erinnerung bleiben: kleine und große Abfolgen von sogenannten „Zufällen“, die schließlich zur Erfüllung gemeinsam gesäter Visionen und Träume führen und alle Beteiligten verzaubern: so auch unsere ‚Bagger-Story‘.
Diese Geschichte ist ein Beispiel für wagemutiges Träumen, gezieltes Manifestieren, eine gute Portion Gemeinschaftsgeist und Unterstützung aus dem Umfeld. Und dann steht er plötzlich da: der neue Bagger!
Wie es dazu kam?
Am Anfang des Jahres haben wir im inneren aktiven Kreis einen Traumkreis veranstaltet. Nach der Methode des ‚Dragon Dreaming‘, einer partizipativen Projektmethode, die Träumen, Planen, Handeln und Feiern verbindet, um nachhaltige und sinnstiftende Vorhaben zu verwirklichen, hielten wir eine Reihe von Visionen fest, die uns und unser Projekt in Zukunft unterstützen würden.
In diesem Rahmen äußerte Nati, der für Infrastruktur und Bauen verantwortlich ist, seinen Traum von einem Bagger. Was zunächst groß, teuer und vielleicht unrealistisch klang, so argumentierte er, würde langfristig viele Vorteile für die Arbeit auf dem Gelände bringen, besonders wenn neue Baustellen anstehen.
Der Traum wurde gemeinsam gesät und ganz nach der Methode im Präsens formuliert:
„Das Jahr 2025 war das beste Jahr, weil der gelbe Bagger angekommen ist, es eine Bagger Party gab und alles wunderbar wurde.“
Der Weg zur Verwirklichung
Also starteten wir einen Aufruf an unsere Gemeinschaft, um insgesamt 25.000 Euro für den Bagger zu sammeln. Anfangs kamen nur wenige Rückmeldungen. Doch als irgendwann ein neues Genossenschaftsmitglied dazu stieß, kam Bewegung in die Sache und diese Person legte einen Grundstock von 3.000 Euro für die Finanzierung ein.
Einige Zeit später im Juni, bei einem der tollen Festivals auf unserem Platz, dem Pura Vida, trafen wir einen Menschen, der sehr interessiert an unserem Projekt war. Im Gespräch mit Johannes wurde schnell klar: Was wir brauchen? Wir brauchen einen Bagger! Auf die Frage „Und wie viel wäre das?“ folgte die Zusage: 16.000 Euro aus privater Hand. Wow!
Als klar war der Großteil ist hier finanziert, konnten wir den verbleibenden Betrag aus Geldern aufbringen, die für besondere Investitionen vorgesehen waren. Und damit war der Bagger finanziert!
Und dann kam die Magie…
Vorletzte Woche fand bei uns das vierte Nachhaltig Wirken-Lab in unserem Projekt „Reallabor Zukunft“ zum Thema „Finanzierung verweben“ statt. Eine Gruppe von 25 Menschen tauschte sich darüber aus, wie gemeinschaftliche Projekte auf neue, zukunftsfähige und gemeinschaftsgetragene Weise finanziert werden können.
Und genau in dieser Zeit kam der Bagger an. Exakt einen Tag nach der offiziellen Bestätigung unseres Bebauungsplans durch die Gemeinde Gallin. Viele waren begeistert, live miterleben zu können, wie ein Traum Wirklichkeit wird, statt nur theoretisch über Finanzierungskonzepte zu sprechen – so feierten wir mit den Teilnehmenden des Labs dann sogar, wie geträumt, eine ordentliche Bagger Party!
Und wie es so oft ist, wenn gemeinwohlorientierte und netzwerkbasierte Kräfte am wirken sind: eine teilnehmende Person, die ein eigenes sozial orientiertes Weingut betreibt, hatte sogar ökologischen Wein zum Anstoßen dabei!
Ein neues Kapitel beginnt
Der gelbe Bagger ist also da und mit ihm kommen Motivation, Freude und Staunen über die Kraft gemeinsamer Traumprozesse und darüber, was geschieht, wenn Visionen Realität werden und wir freuen uns sehr über dieses neue Kapitel!
Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Realisationsprozess möglich gemacht haben.
Und nicht vergessen: schön weiter groß träumen!


